Feucht-fröhliches Sommergrillen 2017

Gut, dass wir im Vereinslager eine wasserdichte Hütte haben. Zum Sommergrillen am 9.9. hatte es pünktlich angefangen heftig zu regnen. Trotz des grauslich kalt-nassen Wetters trudelten die 19 gemeldeten Grillgäste nach und nach ein und schleppten leckere Salate und Kuchen an. Kaffee wurde gekocht und für die Verfrorenen der Ofen angeheizt…aber weit und breit keine Nussecken. Doch kurz vor Ausbrechen einer Panik ging die Tür auf – die Nußecken gefolgt von Brigitte und Hubert schwebten herein, puh, gerade nochmal gut gegangen. Es galt allerdings noch einen weiteren Schicksalsschlag zu verkraften –Uwe und Kathrin weilten lieber in Urlaub, was zur Folge hatte, dass es keine Knoblauchbutterbaguettes gab. Dafür wartete im Kühlschrank eine hübsche Nachspeise auf uns – Kirsch-Mascarpone-Creme – gelagert unter den 35 ziemlich toten Fischen, die da Steckerlfische werden sollten – dazu später mehr. Nach dem ersten Kaffee-Geratsche machten sich ein paar tapfere Grillmänner in kurzärmligen Hemden nach draußen auf um ganz in Jäger-und-Sammler-Manier Feuerholz herbeizuholen und ein Grillfeuer zu entzünden. (Gefühlt) ein paar Stunden später wurde dann auch das Fleisch gejagt (im Kühlschrank). Der Steckerlfischmeister Hubert spießte ein paar der toten Fische auf und steckte sie auf den Grill. Die in der Hütte Verbliebenen vertrieben sich die Zeit mit abgelaufenen Schorlen und Bier. War auch nur 2 Monate über Verfallsdatum. Claus meinte (zutreffend): das heißt ja „mindestens haltbar bis“ und nicht „absolut tödlich ab“. Aufgrund dieser Erkenntnis und zum Wohl des Vereinskontos wurden die Preise nicht gesenkt.

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Weil wir gerade bei Preisen sind… kurz bevor die Steckerlfische zum Verzehr freigegeben wurden hatte Karl-Heinz noch eine Hiobsbotschaft für die Fischesser. Er verkündete, dass die Fischpreise dieses Jahr eine drastische Steigerung erlitten hatten. Ein Fisch würde nun 8 Euro pro Stück kosten, nicht wie bisher 3 Euro. Hubert verfiel in Fischmanier in Schnappatmung, hatte er doch 20 Fische extra zum Mitnehmen bestellt. Er wollte schon fast seinen Insolvenzantrag losschicken und fragte Karl-Heinz wieviel er dann insgesamt für die 35 bestellten Fische bezahlt habe – worauf dieser „93 Euro“ verkündete. oh welch mathematischer Geniestreich – der Fisch-Stück-Preis von 8 Euro verwandelte sich in einen Fisch-Kilo-Preis von 8 Euro – machte dann plötzlich nur noch 2,70 Euro pro Fisch. Hubert beantragte keine Insolvenz. Welche Schulnote Karl-Heinz in Mathematik hatte konnte nicht ermittelt werden.

Nachdem sich das Fischdesaster in Wohlgefallen aufgelöst hatte konnten endlich die Fleisch-und Fischspezialitäten mitsamt den kredenzten Salaten verspeist werden. Es war wieder mal eine gelungene Veranstaltung – wir haben viel gelacht.

Ich hoffe, beim Eiszapfengrillen ist es wärmer und weniger nass.

Ach übrigens… am 14.10. ist der „sportliche Vierkampf“. 13 Teilnehmer wurden bereits notiert – was es zu Essen gibt weiß man noch nicht…. aber sicher keinen Fisch…das mit den Preisen ist zu kompliziert….

bis zum nächsten Mal

Fröschle