Diese Seite soll vor allem Hobbyeinsteiger ansprechen.

Folgende  Themen werden behandelt:

  1. Materialliste zum Einrichten eines Aquariums

  2. Das Einrichten

  3. Die häufigsten Fehler

  4. Die Pflege



1. Materialliste zum Einrichten eines Aquariums

  • Aquarium mit Abdeckung (Unterschrank)
  • Isounterlage
  • Leuchtstoffröhren
  • Bodengrund und Dekorationsgegenstände
  • Filter
  • Filtermaterial
  • Regelheizer
  • Thermometer
  • Zeitschaltuhr
  • Dünger (für Pflanzenaquarien)
  • CO2-Set (für Pflanzenaquarien)
  • Fischfangnetz
  • Fischfutter
  • Wasseraufbereiter
  • Absauger mit Schlauch zum Wasserwechsel
  • Scheibenreiniger
  • Bürsten und Schlauchbürsten
  • mehrere Eimer
  • Wischtuch
  • Handtuch

 

2. Das Einrichten


Vor dem Einrichten ist es wichtig eine Skizze zu erstellen, die das Aquarium in der schematischen Draufsicht darstellt. Weiterhin müssen alle im Becken verwendeten Materialien gründlich gewaschen werden (natürlich ohne chemische Reinigungsmittel!).

Sind alle Materialien gesäubert, aufgebaut und zusammengestellt, werden sie nach Einrichtungsplan in das Aquarium eingebracht. Dann wird das Becken zu 1/3 mit Wasser gefüllt, so dass man die Pflanzen leicht einsetzen kann. Nach dem Bestücken mit  Pflanzen wird der Wasserstand bis auf ca. 2 cm unter den Behälterrand angehoben. Nun werden der Filter, die Beleuchtung mit Zeitschaltuhr (Brenndauer der Lampen zur Algenprophylaxe: 5 Std. Licht / 4 Std. Pause / 5 Std. Licht) und der Heizer montiert (CO2 Anlage bei Pflanzenaquarien). Der nächste Schritt besteht darin, die technische Ausstattung zu testen. Hierbei sollte man darauf achten, dass man beim Einschalten der Geräte die Finger nicht im Wasser hat. Sobald alles funktioniert kann das neu eingerichtete Becken in Betrieb gehen. Nun sind Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt.

Da sich in den den ersten Wochen Standzeit eines Aquariums zunächst ein biologisches Gleichgewicht einstellen muss, macht es sich notwendig, die Fische nicht gleich einzusetzen. So müssen sich zunächst die nützllichen Abbaubakterien im Aquarium und im Filter in genügender Anzahl bilden, um den Eiweissabbau in Gang zu setzen. Da dies in den ersten beiden Wochen nicht der Fall ist, empfehle ich diese Zeit abzuwarten, bevor man Fsiche einbringt. Vielen ungeduldigen "Geistern" ist der  erste Fischbesatz an zu hohen Konzentrationen an Ammoniak oder Nitrit eingegangen, da der Eiweissabbau im Becken noch nicht genügend stabil funktionierte. Eine Ausnahme bilden Schnecken und "Algenfresser" (kleine Harnischwelse oder Garnelen). Diese kann man schon 3-4 Tage nach dem Einrichten einbringen. Die Tiere sorgen durch ihre Ausscheidungen für genügend Nahrung der sich fildenden Bakterienfauna.

Dann kommt der grosse Moment und die ersten Wunschfische werden eingesetzt. Auch hier sollte man Mass halten und die Bewohner nach und nach einsetzen, so dass sich das biologische Gleichgewicht sanft einstellen kann. Die Fische werden diese Methode mit Gesundheit und Vitalität zollen und das Becken wirdrelativ Algenfrei bleiben. Anfängliche Trübungen werden schnell verschwinden und auch die Wasseroberfläche, die zunächst von eisenzehrenden Bakterien bevölkert wird, klärt sich auf.

Um die Einfahrphase zu verkürzen kann man sich einiger Kniffe bedienen:

  • Das erste Wasser aus einem bereits laufenden und gesungen Becken entnehmen.
  • Filtermaterial aus einem bereits arbeitenden Filter nutzen.
  • Pflanzen einsetzen, die bereits an das submerse Leben unter Wasser gewöhnt sind.

 

3. Die häufigsten Fehler

Vor Fehlern b ei mUmgang mit Aquarien ist niemand gefeit, auch wenn die Erfahrung noch so gross sein mag. Auf einige Kardinalfehler möchte ich deshalb in diesem Zusammenhang hinweisen.

Zu lange Beleuchtungsdauer: Algen entstehen im Übermass! (Beleuchtung auf ca. 10 Stunden am Tag einstellen. Günstigerweise mit 4 Stunden Mittagspause).

Ständiges Eingreifen in das sich stabilisierende System: Das Aquarium kommt nicht zur Ruhe! (Weniger ist manchmal mehr. Eingriffe auf das notwendige Mass beschränken!).

Kein Wasserwechsel: Schadstoffe haäufen sich an! (1 x pro Woche 1/3 Wasser wechseln ist optimal. Wasserwechsel kann nicht durch chemische Mittel ersetzt werden!!!).

Zu viel Futter: Die Fische verfetten und das Wasser wird stark belastet! (Wenig, aber öfter füttern. Es sterben mehr Fische an Überfütterung als an Nahrungsmangel!).

Zu viele Fische im Aquarium: Gefährdung des gesamten Gleichgewichts! (Faustformel 1 cm Fsich (ausgewachsen) pro Liter Aquarienwasser beachten, besser weniger einsetzen!)


4. Die Pflege

 Der Pflegeaufwand für ein Aquarium hält sich relativ in Grenzen und ist kurz umrissen:

  • tägliche Kontrolle auf Funktion der Technik und Fütterung der Tier   (5 - 10 min)
  • wöchentlicher Wasserwechsel  1/3 des Beckeninhalts  (je nach Aquarien-Grösse 10 min - 60 min)
  • vierteljährliche Filterreinigung der Aussenfilter  (30 min)
  • jährlicher Lampenwechsel  (5  min)

 Für Pflanzenaquarien muss im allgemeinen mehr Pflegezeit berechnet werden, denn die "Gärtnerarbeiten" im Becken sind entsprechen aufwendig.

Die Pflegearbeiten sollen hier kurz erläutert und bebildert werden:


Zunächst wird das Wasseer aus der Leitung entnommen und mit warmem Wasser gemischt, so dass eine Temperatur von ca. 25 °C eingestellt wird. Das Ausgangswasseer wird mit einem Wasseraufbereiter versetzt, um Schadstoffe zu binden.




Der erste Handgriff am Aquarium muss zur Steckdose gehen! Dort werden alle elektrischen Geräte ausser Betrieb genommen, um Stromunfälle zu vermeiden! Vor dem Absaugen des Wassers müssen die Scheiben von anhaftenden Algen und Schmutz mit einem Scheibenreiniger gesäubert werden. Vorsicht - keine trockenen Scheiben reinigen, da Kratzer  entstehen!



 
Nun wird das Wasser mit einem handelsüblichen Mulmheber abgesaugt. Dabei sollte man darauf achten, dass so viel Mulm wie möglich abgezogen wird. Dennoch sollten Sie Vorsicht walten lassen, um Einrichtung und Pflanzen nicht zu beschädigen.




Wenn das Wasser abgesaugt ist, kann das aufbereitete Frischwasser eingefüllt werden. Hierzu wird eine Hand unter den einlaufenden Wasserstrahl gehalten, so dass der Bodengrund nicht  aufgewirbelt wird. Bei grösseren Anlagen kann das Frischwasser natürlich auch über eine direkte Schlauchleitung zum Wasserhahn eingefüllt werden. Hierbei kann das Schlauchende mit einem Vorfilterkorb für Aussenfilter bestückt werden, um den Wasserdruck abzufangen. (Wasser temperieren!)


Nach dem Auffüllen des Beckens kann das abgesaugte Wasser entsorgt werden. Tipp: Am besten einen Teil des stark mit Nährstoffen angereicherten und temperierten Wassers zum Giessen der Zimmerpflanzen verwenden. Diese gedeihen dann besonders prächtig.






Zu den Abschlussarbeiten gehört das Putzen der Aussenscheiben und das Beseitigen der Wasserlachen auf dem Unterbau.  Hierzu verwendet man am besten ein Geschirrtuch. Man sollte nicht vergessen die elektrischen Geräte wieder einzuschalten, da es sonst zur Schädigung der Filterfauna und zum Absinken der Temperatur auf zu niedrige Werte kommen kann. Ein Handtuch und ein Bodentuch erweisen sich als praktische Helfer.





! ! !   Fertig   ! ! !